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KÜNSTLERGESPRÄCH

Kommilitonen als Regisseure

AkseJuhana
Akse Pettersson und Juhana von Bagh

Wenn die Theaterregisseure Juhana von Bagh (Jg. 1981) und Akse Pettersson (Jg. 1984) an einem Tisch zusammensitzen, um über Theater zu diskutieren, bleibt die Rolle des Interviewers eher passiv angesichts des wortreichen Redeschwalls der beiden. Sie kennen sich so gut, dass der eine selbst unvollständige Sätze des anderen weiterführen kann.

Beide haben an der Theaterhochschule Regie studiert und am Studententheater Helsinki, der Heimstatt einer ganzen Reihe von professionellen Theaterschaffenden Finnlands, mitgewirkt. Petterson und von Bagh nehmen aktiv am gesellschaftlichen Disput über die Rolle und Bedeutung der Theaterkunst im heutigen Finnland teil.

Wir sitzen an Bord eines Linienfährschiffes zwischen Finnland und Estland in der Cafeteria und sprechen über die Erfolgschancen finnischer Inszenierungen und Regisseure im Ausland. Das Gespräch kommt schon bald auch auf Trends im Marketing und Management von Theatern zu sprechen. Ist es wichtig, zwischen Kunst und Unterhaltung eine genaue Grenze zu ziehen? Welche Art von Aufführungen lockt heutzutage die Zuschauer ins Theater? Und weil diese Fragen wesentlich wichtiger sind, als die, die sich der Interviewer ursprünglich überlegt hatte, bleiben wir einen Moment dabei. Fest steht, ohne Zuschauer bleibt die durchschnittliche Lebensdauer von Inszenierungen zu kurz, um sie ins Ausland verkaufen zu können.

Was verkauft sich und welche Themen bieten genügend Identifikationspotential?  Die Theaterregisseure erörtern Inhalte und Formen von Kunst und setzen sie in Beziehung zu den äußeren Erwartungen. Sie versuchen, in ihren Werken jenen Spielraum aufzuspüren, der ihnen gestattet, den künstlerischen Anspruch an Sprache und Inhalt in eine ansprechende – und marktgerechte – Form zu bringen.

Als das Gespräch auf Inszenierungen an großen Häusern kommt, bekennen beide Regisseure, einen gewissen äußeren Druck zu verspüren. Das wirtschaftliche Risiko ist enorm. Ist es notwendig, bekannte Schauspieler und Stückeschreiber zu verpflichten? Muss es ein Tschechow-Klassiker sein oder geht auch „eigenes Geschreibsel”? Dann sprechen wir über die Beziehung zwischen den Stücken und Inszenierungen einerseits und den dahinterstehenden Werken und Machern andererseits.

„IcAkse Petterssonh wurde nach der Premiere von Kaspar Hauser (Q-teatteri 2014 – Anm.d.Red.) nach dem Text des Bühnenstücks gefragt. Ich antwortete, dass es einen Text im eigentlichen Sinne nicht gäbe, sondern nur einen Stapel unterschiedlicher Materialien, der – gemeinsam mit dem Ensemble – auf der Bühne umgesetzt worden sei”, beschreibt Akse Pettersson den Entstehungsprozess eines der umstrittensten Stücke der vergangenen Schauspielsaison. Fast die gesamte Kaspar-Hauser-Truppe bestand aus Künstlern um die dreißig, die im Laufe des Prozesses ihren eigenen Stimmen lauschten und sie so wie sie waren auf die Bühne brachten.

Von Bagh gefiel an Pettersons Kaspar-Hauser-Inszenierung besonders die tiefe Verbindung zwischen moderner Videokunst und der Geschichte der bildenen Kunst. „Eine gewisse ‚Bildhaftigkeit‘ gepaart mit Video und Tonkunst verliehen der Aufführung einen starken dreidimensionalen Charakter“, führt er genauer aus.

Pettersson sagt, dass er die Zusammenarbeit mit den schon aus der Hauser-Inszenierung bekannten Künstlern Ville Seppänen (Videokünstler und Bühnenbildner) und Kasperi Laine (Tonkünstler und Komponist) fortsetze. Zur Zeit arbeite er an einem Stück für die große Bühne des schwedischsprachigen Svenska Teatern in Helsinki, das im Frühjahr zur Aufführung kommt. Weitere Details gibt Pettersson nicht preis. „Es wird eine Adaption des Titanic-Themas für die Bühne“, erklärt er abschließend.

Juhana von BaghJuhana von Bagh hat vor seinem Studium an der Theaterhochschule Theaterwissenschaft an der Universität Helsinki und Drama am Beckett Center des Trinity College Dublin studiert. Außer in Irland hat er auch am Living Theatre in New York als Teil der Gemeinschaftsproduktion des Brooklyn College Regie geführt. „Das Theater in Irland wird einerseits vom Kanon großer Bühnenautoren und andererseits von einem amerikanischen, dem Fernsehen verwandten und schon ziemlich kommerziellen Bühnenverständnis geprägt“, erinnert sich von Bagh.

Das Gespräch geht über auf die Umsetzung von Klassikern, die auch als eine Geschlechterfrage gesehen werden kann. Ist es ein männliches Ritual, die Königsdramen von Shakespeare oder den Unbekannten Soldaten (Der unbekannte Soldat ist ein allen Finnen bekanntes Kriegsdrama aus männlicher Sicht, von dem es zahlreiche Theater- und Filmversionen gibt. – Anm.d.Red.) auf die Bühne zu bringen und wenn ja, warum ist das so? Welche Identifikationsziele bieten die großen, nationalen Jermu-Geschichten [Jermu = Held, Armeeoffizier] dem Regisseur von heute?

Von Bagh hat letztes Jahr bei einer Radiodramatisierung des Unbekannten Soldaten für den staatlichen finnischen Rundfunk Yle Radio 1 Regie geführt. „Im Mittelpunkt standen der Krieg und die Männer, die am Krieg kaputt gegangen sind, sowie die Last, die sie den Kindern hinterlassen haben – erzählt aus der Sicht der Frauen“, führt von Bagh aus. Das Hörspiel wurde breit diskutiert und mit dem bedeutendsten Preis der Branche „Koura“ ausgezeichnet. „Man hat sich wirklich mit diesem finnischen Heldenmythos und dem Finnland-Mythos auseinandergesetzt“, fährt er fort.

Könnte man mit Geschichten über die Eishockeylegende Teemu Selänne oder den Wrestler und Parlamentsabgeordneten Tony Halme (RIP) das finnische Theater zu neuen Erfolgen führen? Und würden sich diese Stücke in irgendeiner Art von anderen klischeebehafteten „männlichen“ Projekten unterscheiden? Kann ein Theatermacher von heute die Klassiker „ignorieren“ oder wird von ihm erwartet, sich mit ihnen auseinanderzusetzen? Oder finden die Theaterleute der jüngeren Generation ihr Thema, ihre Motive, ihre Metaphern, ihre Grundfragen und Grundaussagen auf ganz anderen Wegen?

„In Finnland kommt man an der Tradition und den zu Ikonen gewordenen Klassikern nicht vorbei“, ist von Bagh überzeugt. „Doch die Erwartung, die Klassiker in einer „modernen Interpretation“ zu zeigen ist an sich schon ein bisschen seltsam ... wie soll die eigene Sicht denn sein, wenn nicht modern?“, ergänzt Pettersson. „Andererseits wird kein alter Text modern, indem man ihn mit Handy oder sozialen Medien inszeniert. Vielmehr geht es darum, die eigene Zeit neu zu verstehen.“

Marketing ist etwas, mit dem sich jüngere Künstler auskennen und zu dem sie sich äußern. In unserer heutigen fragmentierten Gesellschaft muss etwas, das man mit anderen teilen kann, unter anderen Vorzeichen betrachtet werden als früher. Der Verkaufserfolg von Aufführungen hängt davon ab, wie zugänglich die Stücke sind. Niemand will Kunst um den Preis eines leeren Zuschauerraumes machen. Eine historische Besonderheit des finnischen Theaters ist das Fehlen einer klassischen Hoftheatertradition. Das Volkstheater ist immer voller, das Publikum interessierender Themen gewesen und somit – in inhaltlicher Hinsicht – auch künstlerisches Theater. Es ist möglich, Grenzen zwischen Kunst und Unterhaltung zu ziehen.

„Aber wodurch entstehen phänomenale Theatererfolge?“, fragen beide Regisseure wie aus einem Mund. Das ließe sich erst feststellen, wenn die Inszenierung läuft, im Vorhinein könne das keiner sagen. Einen großen Einfluss haben unter Umständen die Kritiken. „Heutzutage sind auch die Medien eine Art Bühne“, erklärt Pettersson abschließend.

Was sind die nächsten Reiseziele der beiden? Auf von Bagh wartet im November ein zweiwöchiger Lehrauftrag in Norwegen an der Osloer Kunsthøgskolen. Pettersson, den die norwegische Theaterlandschaft auch interessiert, hat vergangenes Frühjahr am Von-Krahl-Theater im estnischen Tallinn Regie geführt. „Die kulturellen Unterschiede sind vielleicht etwas geringer“, stellt der an den Arbeitsansatz des devising theatre glaubende Regisseur fest, ohne das estnische Theaterschaffen damit näher bewerten zu wollen.

Unsere zweistündige Fährüberfahrt neigt sich dem Ende zu. Durch das Bugfenster sind bereits die gläsernen Bürohäuser und mittelalterlichen Kirchtürme von Tallinn zu sehen. Nächstes Ziel unserer Reise ist das estnische Theaterfestival Draama 2015.

Jukka Hyde Hytti

(Der Autor arbeitet für TINFO als Executive Producer of International Projects / TINFO – Theatre Info Finland.)

THEATERNACHRICHTEN AUS FINNLAND

Finnische Aufführungen in Edinburgh zu sehen

Beim diesjährigen Edinburgh Festival Fringe 2015 war das finnische Theater mit vier verschiedenen Produktionen vertreten, von denen drei fast ausschließlich mit finnischen Kräften realisiert wurden. Im Stück Outsider der Zirkustheatergruppe Taikateatteri 13 erzeugte der Schauspieler Janne Raudaskoski die Illusion mehrerer Figuren. Mit einer gekonnten Darstellung überzeugte Marc Gassot in Dark Side of the Mime des Theaters Takomo, einer obszönen, sich eines Themas aus der Popularkultur bedienenden Aufführung, bei der sich Porno und Mimik der klassischen Schule miteinander vermischen. Die Kraft dieser Inszenierung liegt darin, dass es ungeheuer starke Gefühlsreaktionen hervorruft – von flammender Begeisterung bis zu erbitterter Empörung.

Das von ACE Production in Kooperation mit dem Ensemble Bulleribock gezeigte schwedische Abenteuerstück für Kinder Loranga, Masarin and Dartanjang war wie geschaffen für ein Festival wie Fringe. Drei finnische und ein schottischer Schauspieler spielten auf Englisch. Outsider von Taikateatteri 13 erhielt Einladungen in acht Länder und konnte gleich mehrere Kooperationen vereinbaren.

„Edinburgh ist ein ordentlicher Marathon – sowohl hinsichtlich der technischen Leistung als auch in Bezug auf Marketing und Verkauf“, berichtet die für die Auslandskontakte von Outsider zuständige Maire Pylkkänen. Über die Aufführungen sei viel und äußerst positiv geschrieben worden. Außerdem habe es über 2000 zahlende Zuschauer gegeben, was gemessen am Fringe-Durchschnitt außerordentlich gut sei. Auch die Produzentin des Taikateatteri 13, Laura Taberman, zeigte sich überaus zufrieden mit dem Edinburgh-Gastspiel.

„Es war ungeheuer viel Arbeit, sowohl im Voraus als auch vor Ort. Aber wir haben viel Aufmerksamkeit bekommen und großartige Reaktionen vom Publikum“, fährt Taberman fort.

Auch das wortlose Stück Dark Side of the Mime des Teatteri Takomo wurde gut vom Publikum angenommen und erreichte in 22 Vorstellungen etwa 2000 Zuschauer. Grundlage der Finnland-Präsenz in Edinburgh war das Projekt From Start to Finnish des Finnischen Unterrichts- und Kulturministeriums. Laut Kimmo Aulake, Special Government Advisor beim Ministerium, sei das Interesse der Finnen an Fringe über die Jahre hinweg kontinuierlich gewachsen und mit dem Projekt konnte nach und nach auch das Fachpublikum erreicht werden.

Im Laufe des August wurden in den Festivalspielstätten Pleasance King Dome, Jack Dome, Assembly Roxy Central und New Town Theatre insgesamt etwa einhundert finnische Aufführungen gezeigt. Das ursprünglich am Helsinkier Ryhmäteatteri  gespielte und in Edinburgh von schottischen Schauspielern aufgeführte Stück Das Jahr des Hasen basiert auf einem warmherzigen finnischen Romanklassiker über die Freundschaft zwischen einem Hasen und einem Menschen. Es gibt keinen Grund, das Finnischsein unter einem universellen internationalen Deckmantel zu verbergen, denn ein eigener, origineller Ansatz hebt sich immer vorteilhaft hervor. So wie Philip Fisher (British Theatre Guide) über das von dem Finnen Aleksis Meaney inszenierte Jahr des Hasen schreibt:

„If you can picture a sweet Finnish fable that wickedly satirises globalisation and ecological destruction, you will get some feel for the nature of this witty comedy with songs. The style created by this company is like no other, linking some Brechtian elements with a Scottish aesthetic that combines the raucous with the thoughtful.”


Theater und Rentier

Operation Paulaharju

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Operation Paulaharju 2014 |Regie und Konzept Juha Hurme | Foto Matti Rasi

Samuli Paulaharju (1875-1944) war ein legendärer finnischer Sammler von Überlieferungen, Ethnologe und Schriftsteller. Paulaharju durchschweifte Lappland (auch Gebiete in Schweden, Norwegen und Russland) und zeichnete für die Nachwelt auf, wie der Norden lebt, denkt, glaubt, hofft und fürchtet.

Im Jahr 1934 überraschte er selbst seine Freunde mit der Veröffentlichung eines literarischen Werkes. Die Sammlung der fünfzehn Novellen Von der Nachtseite der Berge (Tunturien yöpuolta) basiert auf folkloristischen, nordischen Spukgeschichten, ist aber gleichzeitig dichte, künstlerisch geformte moderne Kurzprosa.    

Paulaharjus Verhältnis zu den Urbewohnern und der Natur der Wildnis ist tief verständnisvoll und wertschätzend, sowie aus ökologischer Sicht geschickt. Der mächtige Eindruck der arktischen Natur, die Dunkelheit der Polarnacht und die fehlende Nacht im Sommer bestimmen das Los des Menschen. Es ist sinnlos, sich dagegen zu wehren. Die Novellen durchdringt ein frischer, ironischer Ton: der Leser darf selbst entscheiden, ob die Hauptpersonen eine Angstpsychose haben, oder von einer übernatürlichen Erscheinung hart angegangen wurden.

Jede Novelle ist eine humorvoll erzählte Tragödie, in der weder der Witz billig noch das Tragische pathetisch sind. Der mächtige Eindruck der arktischen Natur, die Dunkelheit der Polarnacht und die fehlende Nacht im Sommer bestimmen das Los des Menschen. Es ist sinnlos, sich dagegen zu wehren.

Die Zivilisation und Vertreter der Geistlichen oder Beamten aus dem Süden sind oberflächliche und schwache Männer, traurige Marionetten inmitten ihrer uralten Macht. Das Christentum zeigt sich als ein Glaube neben anderen.

Grandios!

Ich lernte diese Novellen zum Jahrhundertwechsel kennen und beschloss, irgendeine Theateradaption zu machen. Dreizehn Jahre vergingen beim Nachdenken darüber. Dieses Material war nichts für Institutionen.

Im Juli 2013 wachte ich auf der Insel Hailuoto im Zelt auf und begriff, dass die Novellen von Paulaharju an ihren Geburtsort zurückkehren müssen. Noch am selben Tag suchte ich das Produktionsteam für die Operation Paulaharju (Operaatio Paulaharju) im Sommer 2014 zusammen.

Die Operation Paulaharju wird in fünf Teilen jeweils im August 2014–2018 in der Wildnis gezeigt. Im ersten Sommer wanderten dreihundert Leute nach Hannukuru in West-Lappland, um das Stück zu sehen. Die kostenlose Vorstellung dauerte 29 Minuten, die Wanderung zum Vorstellungsort und zurück im Schnitt vier Tage.

Wir selbst wanderten zwei Wochen vor der Premiere dorthin und probten das Stück. Wir wohnten in Zelten und kochten unser Essen auf Campingkochern und über Lagerfeuern. Verpflegungsnachschub holten wir bei einem Orientierungslauf durch die Berge von einer bestimmten Hütte, in der es Vorräte gab. Diese Tour dauerte acht Stunden.

Wir hatten sieben Vorstellungen in Hannukuru. Nach der letzten Vorstellung wanderten wir Richtung Norden zum Dorf Hetta, in dessen Naturzentrum wir das Stück für diejenigen Zuschauer aufführten, die aufgrund ihres hohen Alters oder aus anderen physischen Gründen nicht nach Hannukuru wandern konnten. Sie mussten sich bei mir mit einem Brief anmelden.

Auf diese Art werden wir vier Jahre lang weitermachen. Ich tausche die Novellen aus, sodass die Vorstellungen jedes Jahr anders sind. Wer die gesamte Serie sehen möchte, muss in fünf aufeinanderfolgenden Jahren durch Lappland wandern, insgesamt hundert wunderbare Kilometer.

Der wirtschaftliche Gewinn von Operation Paulaharju liegt bei null. Die professionellen Darsteller wollen kein und bekommen auch kein Honorar. Sie bekommen hier etwas anderes. Geld brauchen wir für die Reisen, das Essen und die Ausstattung. Diese bescheidene Summe sammeln wir jedes Jahr mit der Hilfe von Kooperationspartnern und Stipendien zusammen. Wenn es keine Unterstützung gibt, finanziere ich das Projekt selbst.

Operation Paulaharju lenkt die Aufmerksamkeit auf die bedrohten Naturparks von Finnland und der Welt. Wir bewegen uns in dem Gebiet ohne Spuren zu hinterlassen, und auch unser Theater hat keine festen Bauten. Die Zuschauer sitzen auf dem Boden. Wir stören die Wanderer nicht, die sich nur für die Wildnis interessieren und nicht für Theater in der Wildnis.

Wir bieten eine völlig andere Art des Reisens durch Lappland, wo das Tourismusgeschäft allgemein brutal, stillos und gleichgültig gegenüber dem Wert der Natur ist. Ohne zu predigen erinnern wir an den Alarmzustand des Planeten im Würgegriff von Klimawandel, Korrosion und Artensterben.

Unsere Tätigkeit enthält auch eine kulturpolitische Kritik. Wir zeigen, dass es möglich ist, eine vernünftige hochkulturelle Betätigung beinahe völlig losgelöst von Geldwirtschaft und Kommerz zu entwickeln. Ich kann versichern, dass unser Abenteuer in den Bergen uns mehr als genug entlohnt hat.

Operation Paulaharju hat Kunstschaffende zu einer einzigartigen Reise verführt sowie Outdoor-Sportler mit Kunst überrascht. Das Publikum von Hannukuru teilte sich grob in zwei Lager: Kulturleute, die das erste Mal in der Wildnis von Lappland waren, und Wanderer, die das erste Mal im Theater waren.

Perfekt.

Operation Paulaharju ist das lustigste, das ich mir jemals ausgedacht habe.

Juha Hurme

Juha Hurme (geb. 1959) arbeitet als Schriftsteller, Dramaturg, Regisseur, Schauspieler, Rundfunkjournalist, Festivalleiter, Kolumnist, Festredner und als Lehrer für Literatur und Theater.

Juha HurmeJuha Hurme ist ausgebildeter Naturwissenschaftler und fand erst im Erwachsenenalter in der Mitte der 1980er Jahre zum Theater. Er hat Theater nie ganz ernst genommen, sondern testet dessen Möglichkeiten als Mittler zwischen lustiger gesellschaftlicher Tätigkeit und Themen der hohen Literatur.

Hurme arbeitet an Laientheatern, Universitätstheatern, in freien professionellen Gruppen und an Stadttheatern. Neben Dramatisierungen und Inszenierungen veröffentlicht er ab und zu Bücher.

Entweder schreibt Hurme sein eigenes Stück oder er nimmt sich als Themen die Größen der Weltliteratur (Shakespeare, Dostojevski, Hamsun, Kafka, Aleksis Kivi, Volter Kilpi).

Hurme ist auf Freilichttheater spezialisiert. Die in den Schären von Turku realisierte Volter Kilpi-Serie brachte ihre Vorstellungen seit dem Jahr 1999 auf die Felsen und Wiesen am Ufer. In einem ökologisch empfindlichen, einzigartigen Naturgebiet im Norden, beim Hailuoto-Festival, ist die Gewichtung seit dem Jahr 2007 politischer.

Die sechsteilige Serie von Stücken, die in den Jahren 2013-18 realisiert werden soll, beruht auf Texten des anarchistischen Schriftstellers Algot Untola (unter dem Pseudonym Maiju Lassila), der im finnischen Bürgerkrieg 1918 hingerichtet wurde. Diese Serie wird auch draußen gemacht, hauptsächlich aus dem Grund, weil niemand dieses brisante Projekt finanzieren wollte.

Operation Paulaharju ist die passende Fortsetzung dieser Bestrebungen und offiziell Teil des Hailuoto-Festivals.


AEIOU was awarded at The 8th Biennial Festival of the Puppetry Artists of Slovenia

AEIOU, The Baby and Toddler Theatre was awarded for the performance Heart and Bellybutton at The eight biennial festival of the puppetry artists of Slovenia

The biennial was held between the 10th and 13th September 2015. The festival was encompassed both a competitive and an accompanying programme of Slovenian puppet performances according to the selection by Uro¨ Trefalt.

The International Jury of the 8th Biennial of Puppetry Artists of Slovenia: Simon Hart, Mojca Jan Zoran and Jasna Vastl.

Catalogue of the 8th Biennial of Puppetry Artists of Slovenia

AEIOU baby and toddler theatre

Contact information:
www.aeiou.si/en
info(at)aeiou.si
PHONE: +358-40-7296654 Finland


Kiasma Theatre is one of the partners of the EU project SharedSpace: Music Weather Politics

SharedSpace is a three-year international scenography research and artistic project that consists of a series of symposia (Gatherings and Retreats), experimental SharedSpace exhibitions (working titles: Music, Weather, Politics, Object, Makers, Space, Tribes) and SpaceLab the extensive educational component (series of workshops, performances, co-productions etc).

SharedSpace blog

SharedSpace is organized by the Prague Quadrennial (CZ) in cooperation with:

Finnish National Gallery, Museum of Contemporary Art, Kiasma Theatre; New Theatre Institute of Latvia; Santarcangelo dei Teatri; Victoria and Albert Museum; HKU Theatre University of the Arts, Utrecht; Divadelní fakulta akademie múzických umení v Praze; The Royal Central School of Speech and Drama; Centre for Creative Actions IMPACT Macedonia; Center for Polish Scenography; Silesian Museum; Zbigniew Raszewski Theatre Institute; Norwegian Theater Academy / Østfold University College; The Swiss Arts Council Pro Helvetia; School of Visual Theater Jerusalem.

With the Support of the Culture Programme of the European Union

Kiasma Theatre


Juha Valkeapää in München und Bremen

Executed Stories, 2.-3.11. Spielart, München

Vor vier Jahren gastierte Juha Valkeapää bei Spielart mit 10 Journeys to a Place Where Nothing Happens. Gemeinsam mit Taito Hoffrén lud er die Zuschauer in ein Zelt, verteilte heiße Getränke, buk Pfannkuchen, verbrachte viel Zeit im Schaukelstuhl. Ab und an erklang finnische Musik, mittendrin trat ein Weihnachtsmann auf. Dass Juha Valkeapää sich nun der Todesstrafe widmet, mag da auf den ersten Blick erstaunen. Doch auch diesem Thema begegnet er mit seinem gewohnt skurril-abgründigen Humor. Er führt sein Publikum durch die Geschichte der Henker, ihres Berufsbilds und ihrer Instrumente. So entsteht ein nachdenkenswerter, aber leichter Abend aus Geschichten, Songs, ein paar Zeichnungen und natürlich einer Henkersmahlzeit.

Zwischen geburt und tod, 7.-8.11. Freuespuren 2015, Bremen

Juha Valkeapää bringt zum ersten Mal den unnachahmlichen Klang der finnischen Sprache ins Lichthaus. Schon seit 1993 ist er auf Bühnen weltweit unterwegs, mit Performances aus Musik, Sprache, Theater und Tanz. In Soundinstallationen und Kompositionen durchwandern seine musikalischen Arbeiten ständige Metamorphosen.

www.juhavalkeapaa.net


Livsmedlet Theatre Performs in Czech Republic, Lapland and Cuba

The Turku based Livsmedlet represents Finnish contemporary physical and puppet theatre on its tours abroad. The group's performance TraFika will be presented 5.-9.10.2015 in the Spectaculo Interesse International puppet theatre festival in Ostrava, Czech Republic. Another show of Livsmedlet – Invisible Lands (Näkymättömät Maat) – has recently got an invitation for next year's Bacanal del Titere de la Havana, Cuba's international festival for adult pupptery. The performance with its actual theme of refuge travels, could be seen this year in Rovaniemi 6.-7.11. in the cross-art Vitus-festivaali.

More about the performance in this link:

http://ishmaelfalke.com/duos/invisible-lands/

www.ishmaelfalke.com


Saving Mama by Finnish Quo Vadis theatre will be performed in Iran and Chile

Saving Mama by Finnish Quo Vadis theatre will visit 22nd International Theatre Festival for Children and Young Adults in Hamedan, Iran on 2-7th of October. Saving Mama will also be performed in Chile at Feria Internacional del Libro de Santiago 22 Oct – 8 Nov 2015.


Cooperation of Oblivia and ViaNegativa in Maribor festival, Slovenia

The performance And So On And So Forth is the result of cooperation of an international performance company Oblivia and ViaNegativa. What connects both groups is that each of them fosters its unique form of performing, bound to constant reduction to the most basic performing language and strategies of staging. There are also great differences to be noticed between the groups, arising from different creative procedures. Six performers traveling since March on the route Helsinki - Ljubljana searching for stories, images, situations and developing a common performing language.

And So on And So Forth 17 Oct 2015 Maribor festival, Ljubljana


Toolkit for Theatre Production and Mobility

The website gives theatre professionals practical advice on producing a stage play and taking a show on the road. The toolkit includes budget examples, sample contracts, tips for distribution of duties and other essential production tools. Main target groups: production managers, producers, directors.

Case:
Theatre Group W (TGW), run by a non-profit cultural organization, exempted from paying the value-added tax (VAT). TGW starts to produce a stage production and they want to tour with it after the domestic run of the show. Where and how will TGW find the resources (people, time, spaces, funding, etc.) to put together a stage production? Where to perform and how to expand the performance season? How to plan and manage a tour or a guest performance abroad?

For more information

Jukka Hyde Hytti
Executive Producer of International Projects
Theatre Info Finland
jukka.hytti(a)tinfo.fi

TINFO - Toolkit for Theatre Production and Mobility

INTERNATIONALE THEATERFESTIVALS IN FINNLAND

Mad House | 3 Sep - 30 Nov, Helsinki


Mad House is a project of performing arts, that learns by experience and keeps transforming. The Mad House first season was a month-long performing arts event at Tiivistämö, Suvilahti, Helsinki, in October, 2014. It brought under the same ceiling 130 artists from Finland and abroad, with 52 different performances and workshops. The program was made of live and performance art, installations, Think Tank discussions on the future and status of performing arts, plus a many- sided bar program. After the month we said to each other - Mad House makes sense!


MasQue - International Mask Theatre Festival | 1 - 4 Oct, Helsinki

Teatteri Metamorfoosi is one of the rare European theatre companies focusing on the exploration of mask theatre. Their work is visible in performances, mask making, pedagogy, applied drama progets and an international mask theatre festival MasQue organized in Helsinki. The next festival will take place in October 2015.

Contact: festival(a)metamorfoosi.com


/theatre.now | 14 - 18 Oct, Helsinki

The annual /theatre.now event for contemporary theatre and performance is produced by Kiasma Theatre. The theme of this year’s event is climate change. It is part of the four-year SharedSpace: Music Weather Politics EU project that involves thematic events across Europe.

The event aims to create a variety of performative, bodily and scientific approaches to the thematic of climate change. How do artists face climate change in their work? How does dialogue between science and arts help to discover new solutions? What kind of feelings does climate change evoke and how can we treat them? The event does not offer ready-made solutions, but instead urges its participants to reflection and alertness.

http://www.kiasma.fi/en/calendar/kiasma-theatre/theatre-now/


R.E.A.D.#2 Reading EuropeAn Drama | 25 - 30 Oct, Helsinki

A drama reading festival R.E.A.D presents new European drama in October in Helsinki.

See programme


Moving in November | 31 Oct – 7 Nov, Helsinki

Moving in November is the oldest and most significant contemporary dance festival of the Helsinki area.

Moving in November brings international artists and performances to Finland and instigates discourse with its edgy programming. The festival is independently curated, topical and progressive. Its mission is to educate and inspire local audiences. This year’s programme consists of five works, including a world premiere. Venues are Stoa, Kiasma Theatre, Media Centre Lume and Espoo Cultural Centre. Warmly welcome!

http://movinginnovember.fi/


Baltic Circle | 10 - 14 Nov, Helsinki

Baltic Circle is an International Contemporary Theatre Festival which is organized every November in different performance specific venues in Helsinki. The next festival takes place 10-14 November 2015.

Baltic Circle functions at the core of the European contemporary theatre and performing arts as well as bridges the artistic communities of Baltic and Nordic countries. Festival functions as a ground for developing new trends in field of theatre and contemporary art. Baltic Circle supports artists’ mobility and internationalization of performing art. Baltic Circle acts as pioneer in the field of theatre, it takes an active role in cultural exchange and has an affect on the Finnish culture environment in the field of performing arts.

Contact: Directors: satu(a)balticcircle.fi, hanna(a)balticcircle.fi

http://balticcircle.fi/en/


TIP-Fest – Turku International Puppetry Festival | 11 - 15 Nov, Turku

TIP-Fest is an international puppetry festival that was first organized in 2010. For the sixth time arranged puppetry festival presents a wide range of Finnish and international puppet theatre shows for all ages. The festival is organized by Aura of Puppets, a cooperation network for professional puppeteers in Turku.

Contact: auraofpuppets(a)gmail.com

http://www.auraofpuppets.com/otherevents


Spielart | 23.10. -7.11.2015, München

Spielart erforscht und recherchiert seit 1995 neue Strömungen in der internationalen Theaterwelt, um sie alle zwei Jahre dem Publikum in München vorzustellen. Die Antennen richten sich auf ungewöhnliche Ausdrucksformen und Ästhetiken, aktuelle Themen, starke Persönlichkeiten und eindrucksvolle Inszenierungen. Spielart ist wichtiger Partner, Förderer und Komplize der Künstlerinnen und Künstler geworden, die in München ein offenes Forum für ihre Ambitionen finden. Dabei geht es immer auch darum, das Theater selbst als Kunstform zu hinterfragen, von seinen Randbereichen her ständig neu zu erforschen oder zu begründen. Die Verankerung im kulturellen Leben der Stadt und der Dialog mit ihren künstlerischen und institutionellen Kräften gehört ebenfalls zu den wichtigen Akzenten der Festivalplattform.

Zusammenarbeitspartner: Baltic Circle


Nordwind Festival 2015 | 14.11.- 23.12, Deutschland

Die sechste Ausgabe des NORDWIND Festivals, spezialisiert auf Entdeckungen aus der nordeuropäischen und baltischen Performance-, Musik- und Kunstszene, findet vom 14. November bis 23. Dezember 2015 unter dem Motto “BALAGAN!!! – Zones of Resistance”* in Berlin, Hamburg, Dresden und – erstmals – in Bern statt.

http://www.nordwind-festival.de/2015/de

EVENTS

ENICPA Round Table Meeting | 22 - 23 Oct, Helsinki

Hosted by TINFO Theatre Info Finland (Finnish Centre of the ITI), Dance Info Finland, CircusInfo Finland and Theatre Museum. Main topics: The challenges of digitalization for performing arts information centres Information centres as supporters for capacity building of performing artists and companies

The European Network of Information Centres for the Performing Arts (ENICPA) is a network of specialists from Europe in the field of performing arts information, documentation and collections.

The aim of the network is to train these professionals by sharing expertise and knowledge. ENICPA firmly believes in building trust by getting to know each other by meeting on a yearly basis. Being a network of colleagues, ENICPA is a fertile soil for new ideas and for cooperation between the member organizations.

ENICPA consists of 22 member organisations from 14 different European countries.

ENICPA: Helsinki - Round Table Meeting


Doctoral dissertation: Theatre enters! | 23 Oct, Helsinki

MA (Theatre) Davide Giovanzana’s doctoral dissertation
Theatre Enters! the play within the play as a means for disruption

will be presented for public examination (in English) on Friday, October 23rd  2015 at 12 o’clock at the Theatre Academy of the University of the Arts Helsinki (Auditorium 1, Haapaniemenkatu 6, Helsinki, Finland).

Opponents: B.Sc, PhD Simon Murray (University of Glasgow) and PhD, Postdoctoral Researcher Teemu Paavolainen (University of Tampere). Custos/Monitor of the defence is Professor in Artistic Research Esa Kirkkopelto.


Collaboration between Klockriketeatern, Q-teatteri and Ģertrūdes ielas teātris | 24 – 25 Oct, Helsinki  

Klockriketeatern proudly presents in collaboration with Ģertrūdes ielas teātris & Q-teatteri

Legionnaires  – Dialogue with a Fist Fight
at Klockrike Diana, Erottajankatu 7 B, Helsinki 24.10. at 19:00 and 25.10. at 15:00

klockrike(a)klockrike.fi


Musicophilia on tour in Espoo City Theatre | 26 – 28 Nov, Espoo

Musicophilia has toured successfully Germany, Ukraine, China, the States and Canada: performances in Lviv in the frame of the International Theatre Festival “Golden Lion”, in Shanghai in the frame of the Shanghai International Contemporary Theatre Festival, at Shanghai Dramatic Arts Centre, at La Mama Theatre in New York and at Prospero Théâtre, in collaboration with Le Groupe de la Veillée, in Montréal. This year in November MUSICOPHILIA will be presented in Espoo.

The experimental music theatre project Musicophilia lures its audience into exciting and poetic areas of perception. The correlation between music and its effects on our brain and our behaviour are artfully explored and put into newly composed soundscapes and imagery - pictures that occupy our mindspace on the boundaries of science. The borders between inner and exterior experience are also teased out in this kaleidoscope of light, music, language and movement. The inspiration and starting point for this journey is Oliver Sacks' book Musicophilia: Tales of Music and the Brain.

Performed in English and German, subtitles in Finnish

OPEN CALLS

Aarhus 2017 (Denmark) - European Capital of Culture | Deadline 12 October

Aarhus 2017 invites new cultural projects to be part of our programme – 12 months of cultural experiences.

The organisers are developing a programme that is inviting, vibrant and experimental, challenging us to go beyond our comfort zone. A programme that uses art and culture to rethink.

With this OPEN CALL 2015, Aarhus 2017 is looking for projects with a strong international dimension and projects that stand out with highly original ideas and cross collaborations across art forms.

Projects must be realistic and show strong willingness to break ground, present the unexpected and have wide audience appeal.

The organisers are looking for exciting applications from the areas of contemporary music, dance, literature, performance, digital design, visual arts and architecture.

Deadline: 12 October

Find all details online

FINNLAND THEATERKARTEN

“Statistisch gesehen geht jeder zweite Finne mindestens einmal im Jahr ins Theater. Die Zuschauerzahl (im Sprechtheater) beträgt etwa 2,7 Millionen. Theater ist populärer als die mit Leidenschaft verfolgte Sportart Eishockey. In professionellen Theatern, freien Gruppen, Sommertheatern, Zirkuskompanien, regionalen Opernhäusern und bei Gastspielen warden jährlich insgesamt über 3,6 Millionen Besucher registiert. Damit zählt Finnland – mit seiner Bevölkerung von 5,4 Millionen Einwohnern – zu den Ländern mit der höchsten Popularität von Theaters.”

Hanna Helavuori, die Leiterin von Theater Info Finnland (TINFO)

Finnland Theaterkarten

FINNISCHE STÜCKE AUF DEUTSCH

Ins Deutsche übersetzte finnische Stücke, deren Übersetzung von TINFO gefördert wurde:

Emilia Pöyhönen, JEDER VON UNS
Kristian Smeds, EISBILDER
Juha Jokela, DER PATRIARCH
Pipsa Lonka, LIEDER VOM UFER DES GRAUEN MEERES
Kati Kaartinen, ANDERE STIMMEN
Saara Turunen, BROKEN HEART STORY
Okko Leo, DAS FELD
Anneli Mäkelä, LICHTER UND SCHATTEN
Veikko Nuutinen, MITLEID
Tuomas Timonen, MEGANS GESCHICHTE
Elisa Salo, EXPLOSIONSGEFAHR

Mehr zu neuen finnischen Stücken in der englischsprachigen Datenbank New Plays from Finland.

Sehen sie auch: Eisbilder - Neue Theaterstücke aus Finnland


www.tinfo.fi/newplays

PUBLIKATIONEN

TINFO-Publikationen

Theater Info Finnland (TINFO) veröffentlicht Themenhefte für Theaterschaffende. TINFO News erscheint regelmäßig auf Englisch, aber auch in anderen Sprachen, z. B. auf Deutsch.

Bisher erschienene TINFO News als e-Publikationen: www.tinfo.fi/publications

Novosti - Eine Veröffentlichung über die Lage des finnischen Theaters in russischer Sprache

Das Heft Novosti - mit folgenden Artikeln:

  • Einleitung: Wandel von Autorschaft im finnischen Theater
  • Die Inszenierung des Denkens, Überschreitungen von Grenzen und ortsspezifisch sein
  • Aus der Sicht eines Lichtdesigners
  • Gespräch mit einem Sounddesigner
  • Für die Bühne schreiben – Gespräch mit einem Autor

TINFO News - Beständigkeit, Nachhaltigkeit und Performance-Utopien

Uns interessiert in der TINFO News – Beständigkeit, Nachhaltigkeit und Performance-Utopien der utopische Gedanke, der die Möglichkeit einer (nachhaltigen) Veränderung zum Vorschein bringt. Ebenso interessiert uns, was die Bewältigungsstrategien (coping strategies, Ross 2013) künstlerischer Arbeit sind, und wie sich Kritik in den Inszenierungen artikuliert.

Wir wollen Akteure und Arbeiten vorstellen, die versuchen, herrschende Sprech-, Glaubens- und Handlungsweisen sowie Spielregeln aufzudecken, Kritik an Kunstinstitutionen vorbringen, und die mittels Inszenierung und Darstellung völlig neue Probleme und Fragen aufwerfen, die gelöst werden müssen.

Die Bühne als Ort des Zusammenkommens im Sinne von Guénoun ist in seinem tiefsten Wesen radikal utopisch. Wir wollen wissen, wie Darsteller und Inszenierungen die Kunst im Allgemeinen eine „Politik des sozialen Mitgefühls” ausüben können.

Hanna Helavuori, die Leiterin von Theater Info Finnland (TINFO), in ihrer Einleitung zu TINFO News - Beständigkeit, Nachhaltigkeit und Performance-Utopien


Theater der Zeit – Finnland Spezial


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Titelbild: "Talvivaara“ 2014, Performancekollektiv Vaara
© S.M. Khalid Imram

Theater der Zeit – Finnland Spezial ist ein 52-seitiges Sonderheft über das finnische Theater, das in Zusammenarbeit von Theater der Zeit und TINFO veröffentlicht wurde. Die Artikel der Zeitschrift sind sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch zu lesen.

Rezensions- und Arbeitsexemplare können per E-Mail bei TINFO bestellt werden: tinfo(a)tinfo.fi

Theater der Zeit – Finnland Spezial, Inhalt

  • Editorial
  • Hanna Helavuori: Das nach vorn gelehnte Publikum / An audience leaning forward
  • Maria Säkö: Theater im Wald / Theatre in the woods
  • Friederike Felbeck: That's the way, aha-aha, I like it!
  • Maria Säkö: Konsumier mich nicht / Don't consume me!
  • Scheitern, bitte! / Fail, please!
  • Annukka Ruuskanen: Das kalte Denken / A cold way of thinking
  • Friederike Felbeck: Do what you can!
  • Anna Teuwen: Finnischer Zeremonienmeister / The Finnish master of ceremonies
  • Maarit Lukkarinen: Ein Kiosk in Grönland? / A kiosk in Greenland?
  • Maarit Lukkarinen: Der Wunderbohrer / The opener of old wounds
  • Die unausweichliche Katastrophe / The inevitable catastrophe
  • Jonna Sundberg und Jukka-Pekka Pajunen: Jenseits der Tradition / Beyond tradition
  • Heidi Soidinsalo: Klangkünstler im Dienst des Theaters / Sound artists in the service of theatre
  • Kati Outinen im Gespräch mit Jonna Leppänen / Kati Outinen talking with Jonna Leppänen
  • Glossar und Adressen / glossary and address

Eisbilder – Neue Theaterstücke aus Finnland
 

Eisbilder_verkkokauppa

Bild: Reijo Kela: Hiljainen kansa (Das stille Volk) / Gemeinde Suomussalmi

Theater der Zeit und Theater Info Finnland (TINFO) haben zusammen die Dramenanthologie Eisbilder – Neue Theaterstücke aus Finnland herausgegeben. Die Anthologie enthält die deutschen Übersetzungen von fünf finnischen Gegenwartsstücken: Pipsa Lonkas Lieder vom Ufer des grauen Meeres (These Little Town Blues Are Melting Away), (Übersetzung: Katja von der Ropp), Juha Jokelas Der Patriarch (Patriarkka) (Stefan Moster), Sofi Oksanens Fegefeuer (Puhdistus) (Angela Plöger), Mika Myllyahos Panik – Männer am Rande des Nervenzusammenbruchs (Paniikki) (Eeva Bergroth und Martina Marti) sowie Kristian Smeds' Eisbilder. Ein theatrales Familienalbum (Jääkuvia) (Katja von der Ropp). Die Auswahl der Stücke hat die Herausgeberin der Anthologie Nicole Gronemeyer getroffen.

Rezensions- und Arbeitsexemplare können per E-Mail bei TINFO bestellt werden: tinfo(a)tinfo.fi

Eisbilder, Inhalt

7      Vorwort
        Nicole Gronemeyer

        Linnea Stara
11    Die Welt durch die finnische Brille sehen

        Pipsa Lonka
21    Lieder vom Ufer des grauen Meeres
        These little town blues are melting away
       
        Juha Jokela
77    Der Patriarch

        Sofi Oksanen
151  Fegefeuer

        Mika Myllyaho
209  Panik
        Männer am Rande des Nervenzusammenbruchs

        Kristian Smeds
253  Eisbilder
        Ein theatrales Familienalbum

271  Autorinnen und Autoren

277  Rechtenachweis

Möchten Sie mehr zu neuen finnischen Stücken erfahren?

Weitere Informationen erhalten Sie in der Datenbank New Plays from Finland.

www.tinfo.fi/newplays


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TINFO News ist ein Magazin auf Finnisch Theater, Schauspie und Künstler.

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