25.10.2016
TINFO-Newsletter 2 / 2016 | Theater aus Finnland
- Die provokative Humanistin Leea Klemola
- Energiepolitik.performance
- Einzigartiger Masterstudiengang Ecology and Contemporary Performance
- TINFO News – Beständigkeit, Nachhaltigkeit und Performance-Utopien
- Moritz und das Dumm-Phone sowie andere finnischer Stücke
- Ein Toolkit für Theaterproduktionen und Mobilität
- Neue Stücke aus Finnland
- Stücke auf Tour
- What's On Stage – Was wird gespielt?
- Publikationen
- TINFO Übersetzungsförderung für finnische Stücke
- ILONA – Eine Datenbank für Aufführungen
- Die finnische Theaterlandschaft
INTERNATIONALE THEATERFESTIVALS IN FINNLAND 2016
- R.E.A.D. #3 – Reading EuropeAn Drama Festival | 26 – 28 Oct 2016, Helsinki
- Moving in November – Contemporary Dance Festival | 28 Oct – 5 Nov 2016, Helsinki & Tallinn
- TIP-Fest – Turku International Puppetry Festival | 9 – 13 Nov 2016, Turku
- What the Cirk? mini-festival | 15 – 19 Nov 2016, Helsinki
- Baltic Circle | 15 – 20 Nov 2016, Helsinki
- Seminar: Art as a means to an end? Use of arts for social aims | 2 Dec 2016, Helsinki
- The role of culture and civil society as arenas for integration | 7 – 8 Dec 2016, Helsinki
- Blaue Frau workshops with Noora Dadu | 8 – 9 Dec 2016, Helsinki
AUS FINNLAND
Die provokative Humanistin Leea Klemola
„Das Theater ist für mich ein Ort jenseits von politischer Korrektheit und Moral“
Leea Klemolas letztes Stück Casanova, meine Frau (Stadtheater Kuopio 2016) ist so unverschämt schonungslos wie immer. Hier verflechten sich Stränge aus früheren Stücken von Klemola, etwa den Werken der arktischen Trilogie, Kokkola, Der Kälte entgegen und New Karleby. In Klemolas Welt sind Grenzüberschreitungen jederzeit möglich.
Leea Klemola: „Eine alte Frau begibt sich auf ihr letztes Abenteuer, eine Reise zum Strom des Lebens, in Begleitung von Sex und Tod. Die alte Frau empfindet die Ehe als Gefängnis, der Strom des Lebens bedeutet hingegen Freiheit. Diese alte Frau ist eine Eroberin, sie ist wie eine Maske, Casanovas Maske, eine Person, die keinen Schaden nimmt, die großzügig ist und nicht der Eifersucht oder Engstirnigkeit verfällt… Aber eine Verkleidung geht nicht mit wirklicher Nähe zusammen. Zuhause tragen wir keine Maske, Zuhause sind wir nicht im Strom des Lebens.“
In dem Stück geht es nicht um ein banales Beziehungsdrama. Klemola hat einen anthropologischen Blick für das In-Bewegung-Sein und das Stehenbleiben:
„Es scheint so, als ob auf allen Ebenen die Erinnerung an die natürliche Weise zu leben mitschwingt, in Bewegung zu sein, als Teil einer Gruppe. Die Gruppe zieht mit der Herde. Und dann die Idee von einem Zuhause. Ein Ort, an dem die Kernfamilie im Stillstand lebt. Das Gegenteil von Fließen. Dieser Widerspruch zwischen Lebenslust und dem Wunsch nach Sicherheit fasziniert mich.“
Leea Klemolas Arbeit ist körperlich und experimentell. Die Menschen bzw. Wesen auf ihrer Bühne sind aus Fleisch und Blut. Aus diesem Grund sind dort auch oft nackte Körper zu sehen. Der Mensch ist ein Tier. Oder das Tier ein Mensch. Der gleiche Ursprung. Man lebt nicht in den Abstraktionen der Metaphysik oder der Philosophie.
„Natürlich ist das Theater für mich eine körperliche Kunstform. Im Mittelpunkt steht voll und ganz Körper. Im Publikum wie auch auf der Bühne. Der zarte, zerbrechliche Körper.“
„Die Wahrheit der Erfahrung ist das wichtigste. Im Theater kann ich einen Menschen lieben, den ich im normalen Leben nicht lieben könnte. Ich kann sogar die Seiten an mir selbst lieben, die im Tageslicht nicht bestehen würden.“
„Das Theater ist für mich ein Ort, an dem man alles neu denken darf. Man muss kein fertiges Bild dafür heranziehen, wie Liebe aussieht, was schön ist, oder dafür, was gut ist und was lustig. Man darf das als hässlich bezeichnen, was einem selbst hässlich erscheint.“
Energiepolitik.performance
In einem Spiel müssen Entscheidungen getroffen werden – in Energiespielen sucht man nach Lösungen für die Versorgung mit Essen, Wasser und Energie
Bei der Energiepolitik.performance der Gesellschaft für Performancekunst handelt es sich um ein Gemeinschaftsprojekt von Wissenschaftlern und Künstlen, als dessen Bühne eine kleine Energieparzelle fungiert. Die Parzelle ist ein reales Stück finnischer Erde. Sie soll Wissen generieren und Lösungswege aufzeigen, wie man in Zukunft den Energiebedarf decken und die Versorgung mit sauberem Wasser und Nahrung gewährleisten kann. Dieses Bündel an globalen Fragen wird in lösungsorientierten Spielen behandelt.
Die Energiespiele werden von Herbst 2016 bis Winter 2017 stattfinden. Gespielt wird neben der Miniaturparzelle, die als Labor fungiert. Als „Spieler“ treten Experten aus verschiedenen Bereichen auf, die zusammen mit dem Publikum Probleme lösen, denen der „Bürger“ bei der Errichtung und Erhaltung der Parzelle begegnet.
„In einem Spiel müssen Entscheidungen getroffen werden, um weiterzukommen“, erklärt Sanna Uuttu, die Dramaturgin der Arbeitsgruppe in Hinblick auf die Struktur der Performance
Finnland ist ein dünn besiedelter Staat mit einer großen Fläche. Könnte man den Wert verwaister Kleinstädte und urbaner Brachen steigern, wenn daraus kleine Kraftwerke und Nutzgärten würden? Das Projekt Energiepolitik.performance untersucht die Entwicklung von Techniken zur Energieproduktion auf kleinen Flächen, den Ertrag von Sonnen- und Windkraftwerken sowie Energiespeicherung. Eine perfekte Ladestation für Elektroautos! Um nachhaltige Modelle zur Produktion von Nahrung zu entdecken, wird auf der Ackerfläche mit traditionellen Arten experimentiert, die gut an nordische Verhältnisse angepasst sind.
„Als ich einer Mutter aus einer Kleinstadt erzählt habe, in was für einem Projekt ich mitwirke, hat sie gleich überlegt, was sie aus ihrem ungenutzten Grund machen kann“, erzählt Sanna Uuttu.
Das Großprojekt Energiepolitik.performance ist auf drei Jahre angelegt. Die Begründer des Projekts sind Atro Kahiluoto (Regisseur und Professor für Schauspielkunst), Doctor of Arts Reija Hirvikoski (Bühnen-/Kostümbildnerin und Videokünstlerin) und Dipl.-Ing Olli Pitkänen vom IPR University Center.
Einzigartiger Masterstudiengang Ecology and Contemporary Performance
In Helsinki startete einzigartiger Masterstudiengang Ecology and Contemporary Performance
An der Theaterakademie der University oft he Arts Helsinki wurde mit Ecology and Contemporary Performance ein internationaler Masterstudiengang ins Leben gerufen, der der Frage nachgeht, welche Rolle Performance und Darstellung in Zeiten der Umweltkrise spielen.
MA Tuija Kokkonen besetzt in dem Programm eine Teilzeitstelle als Lektorin. Sie ist eine der führenden Figuren und Theoretiker im Bereich Ökologie, Posthumanismus und Performance. Sie steht kurz vor dem Abschluss ihrer Promotion zu dem Thema „The Potential Nature of Performance. The Relationship to the Non-Human on the Performance Event from the Perspective of Duration and Potentiality.”
Inwiefern ist das Programm einzigartig?
Es gibt keine vergleichbaren Bildungsprogramme im Bereich der Performancekunst und -forschung. Das Programm steht für den posthumanen Turn, den man in den Performancekünsten und in der interdisziplinären Forschung wahrnehmen kann.
Tuija Kokkonen: „An der Theaterakademie entstehen schon länger Arbeiten, die untersuchen, welchen Beitrag Performance und Darstellung in Zeiten der Umweltkrise leisten können. Es gibt demnach pädagogische und wissenschaftliche Grundlagen, Fragestellungen und Referenzen. Das Programm wurde auf einem soliden Fundament errichtet.“
„Der Schlüsselbegriff heißt Transdisziplinarität. In dem Programm behandeln wir Performance als ein offenes Feld, unser Ausgangspunkt war die starke Einschränkung, die aus der Frage nach Umwelt und Performance hervorgeht. Die sechs StudentInnen, die für das Programm ausgewählt wurden, sind kritische soziale Subjekte, die ihre Arbeit in verschiedenen Disziplinen verorten, z.B. im politischen Aktivismus, in Kollaborationen zwischen Kunst und Wissenschaft sowie in Neuer Ästhetik.“
Welche Neuerungen bringt das Programm für Kunst und Gesellschaft?
Als Gesellschaftskritikerin beobachtet Tuija Kokkonen, dass die Verbindung aus Ökologie und Kunst die Hoffnung auf Innovationen weckt. In der Geschäftswelt wird neues Potential schnell erkannt und genutzt. Gerade findet ein Kampf um immaterielles Kapital statt, das für einen essentiellen Beschleuniger des Wirtschaftswachstums gehalten wird.
Die Kunst sowie die künstlerische Forschung, die sich mit ökologischen Fragestellungen auseinandersetzt, produziert immaterielles Kapital, aber der Tatsache, dass dieses Kapital in der Geschäftswelt und für Exportzwecke genutzt wird, steht Kokkonen sehr kritisch gegenüber.
Das Programm Ecology and Contemporary Performance liefert Tools für die künstlerische Praxis und Arbeitsmethoden, die in einer radikalen Neuausrichtung und Vernetzung resultieren. Kokkonens erster Kurs konzentriert sich auf die mentale Ökologie und stellt die Künstler vor die Herausforderung, nachhaltige künstlerische Praktiken in unterschiedlichen Umgebungen anzuwenden.
Mehr Informationen zu dem Masterstudiengang Ecology and Performance an der Theaterakademie Helsinki:
TINFO News – Beständigkeit, Nachhaltigkeit und Performance-Utopien
Uns interessiert in der TINFO News – Beständigkeit, Nachhaltigkeit und Performance-Utopien der utopische Gedanke, der die Möglichkeit einer (nachhaltigen) Veränderung zum Vorschein bringt. Ebenso interessiert uns, was die Bewältigungsstrategien (coping strategies, Ross 2013) künstlerischer Arbeit sind, und wie sich Kritik in den Inszenierungen artikuliert.
Wir wollen Akteure und Arbeiten vorstellen, die versuchen, herrschende Sprech-, Glaubens- und Handlungsweisen sowie Spielregeln aufzudecken, Kritik an Kunstinstitutionen vorbringen, und die mittels Inszenierung und Darstellung völlig neue Probleme und Fragen aufwerfen, die gelöst werden müssen.
Die Bühne als Ort des Zusammenkommens im Sinne von Guénoun ist in seinem tiefsten Wesen radikal utopisch. Wir wollen wissen, wie Darsteller und Inszenierungen – die Kunst im Allgemeinen – eine „Politik des sozialen Mitgefühls” ausüben können.
Hanna Helavuori, die Leiterin von Theater Info Finnland (TINFO), in ihrer Einleitung zu TINFO News – Beständigkeit, Nachhaltigkeit und Performance-Utopien
www.tinfo.fi/e-julkaisut/bestandigkeit_nachhaltigkeit_und_performance-utopien
Moritz und das Dumm-Phone sowie andere finnischer Stücke
Die Namen der Stücke sind direkt verlinkt mit den Websites der zuständigen Agenturen.
Soeben fertiggestellte Übersetzungen von Kinderstücken
- Timo Parvela: Maunz' und Wuffs guter Tag (Maukan ja Väykän hyvä päivä, übersetzt von Elina Kritzokat)
- Veera Salmi und Jukka Rantanen: Das Theater von Pony und Tauberich (Puluboi ja Ponin teatteri, übersetzt von Katja von der Ropp)
- Veera Salmi (Original) und Harri Nousiainen (Theaterfassung): Moritz und Das Dumm-Phone (Mauri ja vähä-älypuhelin, übersetzt von Elina Kritzokat)
Weitere Stücke:
- Bengt Ahlfors: Über Wasser gehen (Gå på vatten, übersetzt von Regina Elsaesser)
- Otso Huopaniemi: Schneeflöhe (Kahden puolen ikkunaa, übersetzt von Katja von der Ropp)
- Juha Jokela: Der Patriarch (Partiarkka, übersetzt von Stefan Moster)
- E.L. Karhu: Prinzessin Hamlet (Prinsessa Hamlet, übersetzt von Stefan Moster)
- E.L. Karhu: Jeder von Uns (kuka tahansa meistä – dokumentti, übersetzt von Stefan Moster)
- Pipsa Lonka: Lieder von Ufer des Grauen Meeres (Lauluja harmaan meren laidalta, übersetzt von Katja von der Ropp)
- Mika Myllyaho: Panik (Paniikki, übersetzt von Eeva Bergroth und Martina Marti)
- Sofi Oksanen: Fegefeuer (Puhdistus, übersetzt von Angela Plöger)
- Kristian Smeds: Eisbilder (Jääkuvia, übersetzt von Katja von der Ropp)
- Eeva Turunen: Ein paar Worte zu Ulla (Muutama sana Ullasta, übersetzt von Katja von der Ropp)
Alle genannten Übersetzungen wurden von TINFO gefördert
Mehr Informationen: tinfo(a)tinfo.fi
In der Übersetzungsdatenbank findet man deutsche Übersetzungen von knapp 300 finnischen Theaterstücken und Hörspielen.
Hier geht es zum Online-Service Neue Stücke aus Finnland (New Plays from Finland).
TINFO SERVICE
Ein Toolkit für Theaterproduktionen und Mobilität
Die Website gibt Theaterschaffenden praktische Ratschläge, wie man ein Bühnenstück produziert und damit auf Tournee geht. Das Toolkit umfasst Budgetbeispiele, Musterverträge, Tipps für die Verteilung von Aufgaben und andere essentielle Produktionstools.
Beispiel: Die Theatergruppe W (TGW) wird von einer gemeinnützigen Kulturorganisation geführt und ist von der Mehrwertsteuer befreit. TGW möchte ein Bühnenstück produzieren und nach der Spielzeit damit auf Tournee gehen. Wo und wie findet TGW die Ressourcen (Menschen, Zeit, Raum, Finanzierung, etc.), die nötig sind, um eine Theaterproduktion auf die Beine zu stellen? Wo soll das Stück aufgeführt werden und wie kann die Spielzeit verlängert werden? Wie plant und organisiert man eine Tournee oder ein Gastspiel?
www.tinfo.fi/en/Toolkit_for_Theatre_Production_and_Mobility
Neue Stücke aus Finnland
„Eine alte Frau begibt sich auf ihr letztes Abenteuer, eine Reise zum Strom des Lebens, in Begleitung von Sex und Tod. Die alte Frau empfindet die Ehe als Gefängnis, der Strom des Lebens bedeutet hingegen Freiheit. Diese alte Frau ist eine Eroberin, sie ist wie eine Maske, die Maske von Casanova, eine Person, die keinen Schaden nimmt, die großzügig ist und nicht der Eifersucht oder Engstirnigkeit verfällt… Aber eine Maske geht nicht mit wirklicher Nähe zusammen. Zuhause tragen wir keine Maske, Zuhause sind wir nicht im Strom des Lebens.“
Dramaturgin und Regisseurin Leea Klemola über ihr aktuelles Stück
Mehr Informationen zu Klemolas Stück Casanova, meine Frau und anderen Stücken gibt es unter Neue Stücke aus Finnland (New Plays from Finland).
Stücke auf Tour
Finnische Produktionen für Gastspiele
www.tinfo.fi/touring-performances
What's On Stage – Was wird gespielt?
Was wird JETZT in Finnland gespielt … eine Auswahl von TINFO.
Publikationen
TINFO News ist ein Magazin über finnisches Theater, Dramaturgie und Künstler
Alle Ausgaben (E-Publikationen):
- Novosti TINFO – мысли и звуки финского театра (auf Russisch)
- TINFO News – Sustainability, Resilience and Performance Utopias
- TINFO News – Beständigkeit, Nachhaltigkeit und Performance-Utopien (auf Deutsch)
- TINFO News – Performance Design
- TINFO News – New Modes of Authorship
- TINFO News – Theatre and Ecology
- TINFO News – Writing for the Stage
- TINFO News – Situated Performances and Performers
Ebenfalls erhältlich im TINFO Webstore:
- Eisbilder – Neue Theaterstücke aus Finnland
- Theater der Zeit – Finnland Spezial (Artikel auf Englisch)
www.tinfo.fi/en/TINFO_News_magazines
TINFO Übersetzungsförderung für finnische Stücke
TINFO – Theatre Info Finland fördert die Übersetzung finnischer Stücke. Anträge können jederzeit eingereicht werden. Über die Förderung wird vier- bis fünfmal im Jahr entschieden. Unser Ziel ist die Unterstützung von internationalen Produktionen finnischer Stücke.
Wer kann sich für die TINFO Übersetzungsförderung bewerben?
- Theaterautoren
- Theateragenturen
- Spielstätten
- Festivals
- Übersetzer
Die Übersetzungsförderung wird direkt an die Übersetzer ausgezahlt
Mehr zu den Kriterien und dem Bewerbungsformular
Aktuelle Liste der von TINFO geförderten Übersetzungen finnischer Stücke
ILONA – Eine Datenbank für Aufführungen
ILONA ist eine Finnische Theaterdatenbank, deren Onlineversion gemeinsam von TINFO und dem finnischen Theatermuseum entwickelt wurde.
Die Datenbank ILONA beinhaltet alle professionellen finnischen Theaterstücke vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart.
Als Suchkriterien kann man den Namen eines Stücks angeben, den Zeitpunkt der Aufführung, die Spielstätte oder den Verfasser. Auch nach Besetzung und Stab kann gesucht werden.
Neben der komplexen Aufführungssuche ist es auch möglich, eine Schnellsuche durchzuführen, indem man einfach den Namen einer mitwerkenden Person oder den Namen eines Stückes angibt.
Die finnische Theaterlandschaft
Finnland ist ein echtes Theaterland. Das Netzwerk der finnischen Theater umspannt das ganze Land, von Süden bis Norden. Jedes Jahr werden in Finnland drei Millionen Theaterkarten verkauft. Eine beachtliche Menge für ein Land mit einer Bevölkerung von fünf Millionen Menschen.
Willkommen in den Theatern Finnlands!
INTERNATIONAL THEATRE FESTIVALS IN FINLAND 2016
R.E.A.D. #3 – Reading EuropeAn Drama Festival | 26 – 28 Oct 2016, Helsinki
A drama reading festival R.E.A.D presents new European drama in October in Helsinki.
Moving in November – Contemporary Dance Festival | 28 Oct – 5 Nov 2016, Helsinki & Tallinn
Moving in November is the oldest and most significant contemporary dance festival in the Helsinki area. The festival, founded in 1986, brings international artists and performances to Finland and instigates discourse with its edgy programming.
Moving in November is an independently curated, topical and progressive festival. Its mission is to educate and inspire local audiences. The festival strives to be topical, international and progressive.
A dance festival could be curated by picking international gems from a vast selection, counting on proven success. But Moving in November wants to expand into the unknown, to broaden horizons, to stand by the artists and to open up new doors. Thus, the festival also presents new works, or works that have not yet made their mark in the international scene. Moving in November is proud to act as a coproducer of new creations, both in Finland and internationally.
TIP-Fest – Turku International Puppetry Festival | 9 – 13 Nov 2016, Turku
TIP-Fest is an international puppetry festival that was first organized in 2010. Festival presents a wide range of Finnish and international puppet theatre shows for all ages. TIP-Fest is organized by Aura of Puppets, a cooperation network for professional puppeteers in Turku.
Contact: info(a)auraofpuppets.com
http://auraofpuppets.com/tipfest/
What the Cirk? mini-festival | 15 – 19 Nov 2016, Helsinki
Baltic Circle and Cirko – Center for New Circus shuffle the curtain between theatre and new circus
One of the core questions of the Baltic Circle Festival is: What is theatre? And what it could be, both in terms of form and content. The programme has been reaching towards the outlines of e.g. dance, music and visual arts, thus bringing different publics and artists together, through challenging and offering new viewpoints. This year, we shuffle the curtain between theatre and new circus.
Cirko – Center for New Circus invites the audience for the first time to the What the Cirk? mini-festival, and together with Baltic Circle, both festivals invite the audience to performances and to celebrate together at the Love me in November club. During the festival week, Baltic Circle takes over Cirko’s spaces in Suvilahti, and What the Cirk? offers three works floating on the borders of different performing arts, aiming to question previously accepted categories.
Baltic Circle | 15 – 20 Nov 2016, Helsinki
The next edition of the international contemporary theatre festival Baltic Circle takes place in Helsinki 15-20 November 2016. The programme includes several works by Finnish artists such as Sara Melleri, Johannes Ekholm and the HYPE collective, Noora Dadu, Other Spaces and the working group composed of Milja Aho, Anna-Mari Karvonen, Anna Mustonen and Emmi Venna. The opening performance of the festival is Riding on a Cloud by the Lebanese director Rabih Mroué, previously shown around the world. This year’s festival builds alliances. In addition to alliances, the festival programme also examines the impacts of societal conditions and political decisions on the lives of individuals or communities.
EVENTS
Seminar: Art as a means to an end? Use of arts for social aims | 2 Dec 2016, Helsinki
A seminar about the use of performing arts for social aims and the use of society for artistic aims
Is cultural policy of today too focused on the social aspects and benefits of artistic projects? What can artists gain from working in the social field and vice versa? Which are the biggest difficulties when crossing the sectors? What can or should arts and theatre do in times of crisis or instability?
The seminar is the final event of Meeting the Odyssey, an international theatre project with a strong socioartistic dimension. The cases presented during the day will cover different aspects of the project. The aim of the seminar is to lift the discussion from the project to a local, national and European level.
Programme (PDF)
Please sign up here before 18 November.
The role of culture and civil society as arenas for integration | 7 – 8 Dec 2016, Helsinki
Nordic Conference
Invitation to a Nordic conference in Helsinki, 7 and 8 December 2016
Location: National Museum of Finland, Helsinki
Refugee flows into the Nordic Region and Europe are the biggest seen since the Second World War. This puts pressure on our Nordic and European societies. It is therefore vital that the expertise and knowledge available in the Nordic countries are leveraged as part of integration processes. This includes sharing such knowledge and creating networks to better utilise existing positive experiences.
Cultural encounters can and should be used to help ease integration, increase social cohesion, and lay the foundations for a good life going forwards, regardless of whether a refugee’s residence in a Nordic country is short-term or permanent. The Nordic countries share a wealth of experience of culture as an arena for integration – it is now time to share this knowledge and leverage what we know works best.
The role of culture and civil society as arenas for integration has already been identified by the Ministers for Nordic Co-operation as an early first initiative, and this conference in Helsinki during Finland’s presidency of the Nordic Council of Ministers is a first step towards achieving this.
Target group:
The seminar is aimed at decision-makers and officials in the cultural sector, who also manage integration projects or have political responsibility for integration issues. Staff and volunteers at organisations that deal with these issues, such as staff at museums, libraries, cultural schools, and the like, are also invited.
Moderator:
Susanne Delastacia, journalist and debater. Former presenter on Swedish radio, TV4, and SVT. Debater in society-related topics such as integration and social issues.
Blaue Frau workshops with Noora Dadu | 8 – 9 Dec 2016, Helsinki
WHEN:
Thursday 8.12.2016 kl 10-15
Friday 9.12.2016 kl 10-15
WHERE:
Annankatu 31-33 D, inneryard: E, in Helsinki
Buzzer: Suomen Näyttelijäliitto
PARTICIPANTS:
FULL – 16 Total (waiting list available)
For anyone who is troubled by this subject. For performing artists. Also for non-performing artists who are ready to work on stage with this theme.
WORKSHOP DETAILS:
Disagreement-Workshop invites people to create new methods for communication, how to be together and how to share a common space.
In this workshop we will practice disagreement. The goal is to find new suggestions for conflict solving both in an individual level and in a larger context.
It is also a question of the stage, the rules of working in performing arts. We will try to create a stage that accepts all sorts of beings without pretending that we all love each other or think we like the same things, enjoy the same things. What happens to the stage if we stop being afraid of showing our opinions and wishes? What happens if we stop obeying the director? What happens if we stop following the rules? Can we create optionary rules for the stage? Does it change the way we act, move or breathe on stage?
This workshop tries to find fruitful, joyful and merciful ways to praise our differences.
Tactics used in the workshop are discussion, dance/movement and stage exercises.
We will also collectively create new tactics to rehearse disagreement by finding ways to deconstruct common power relations and unspoken rules that make people feel unconfortable in situations of disagreement.
BIO:
Noora Dadu is an actress and performance maker who is very much bothered by conflicts. Fear of conflict has been one of her major inspirations in life and career. She is very much interested in finding solutions to questions together with other people.
FURTHER INFO:
Comfortable working clothes. Bring some music you like. Bring a cloth you like (don’t put it on).
*It is necessary for the whole group to be present the whole workshop
We have a limited amount of places, so please sign up at info(a)blauefrau.com!!
Please be aware that we reserve the right to make changes at anytime.
OPEN CALLS
Open call for Mustarinda Artist/Writer/Researcher Residencies | deadline 1 Nov 2016
Place: Hyrynsalmi (Kainuu province), Finland
Working period: 1 - 3 months during, 1. February 2017 – 31. May 2017
Application dl: 1. November 2016
The selected artists / writers will be announced in 9th of November
In 2017 the Mustarinda residency focuses on post-fossil fuel experiments: becoming aware of how our lives and our capabilities to experience things are conditioned by fossil fuels and trying out how we might reach beyond their massive use. These attempts are materially supported by the residency’s solar panels, geothermal heating, compost heating, electric car and food garden. The residency guests selected through this open call can decide how much they want to engage in these experiments.
More info: http://mustarinda.fi/en/society/residency