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Von Finnland aus in die Welt
 

Theater Info Finnland (TINFO) erhielt 28 Bewerbungen um eine Teilnahme bei der Internationalisierung von Theater und Performancekunst. Das dreijährige MOTI-Programm zielt auf solche künstlerisch-produktiven Formate, die den Projekten neues Publikum bringen und darüber hinaus eine längere Lebensdauer haben als bislang.

Für das MOTI-Internationalisierungsprogramm, das auf Gruppen und Duos zugeschnitten ist, wurden fünf Zusammenschlüsse ausgewählt: Hirvanen und Valkeapää, Jalostamo², Oblivia, sadsongskomplex:fi und W A U H A U S.

Maija Hirvanen und Juha Valkeapää sind schon lange beruflich in Finnland und international tätig und gehören unter anderem zu den Stammkünstlern des Baltic Circle Festivals in Helsinki. Jetzt vereinen sie ihre speziellen Fähigkeiten und machen ihr erstes gemeinsames Projekt.

Jalostamo² ist die Theatergruppe der Schauspielerin Anna Lipponen, des Lichtgestalters und Bühnenbildners Petri Tuhkanen und des Produktionsleiters Jaakko Lenni-Taattola und arbeitet gerade mit dem berühmten estnischen NO99-Theater zusammen.

Die ausgefallene Gruppe Oblivia ist schon in vielen europäischen Ländern bekannt. Für das Jubiläumsjahr 2020 plant die bald 20 Jahre alt werdende Gruppe eine große internationale Gemeinschaftsproduktion.

Die von Theaterregisseur und Dramatiker Jari Juutinen und der Schauspielerin Liisa Sofia Pöntinen gegründete Gruppe sadsongskomplex:fi wurde zum zweiten Mal zum Festival OFF d'Avignon eingeladen, ist viel in Russland getourt und u. a. auf dem Edinburgh Fringe aufgetreten.

Das vielseitige W A U H A U S hat eine neuartige, kollektive Art zu arbeiten und Produktionen zu machen entwickelt. Das Kollektiv strebt den Aufbau eines internationalen Koproduzenten-Netzwerks an, langfristige Zusammenarbeit, neue Publikumskreise und darüber hinaus eine längere Lebensdauer für ihre Produktionen.

Während des Auswahlprozesses des MOTI-Programms gab TINFO einen Teil der Bewerbungen an ausländische Fachleute zur Beurteilung. Ragnheiður Skúladóttir ist die Leiterin des isländischen LÓKAL-Festivals. Max-Philip Aschenbrenner hat in der Leitung von verschiedenen Festivals in Deutschland, der Schweiz und Österreich gearbeitet. Daniel Blanga-Gubbay kuratierte das belgische Kunstenfestivaldesarts. Die Kunst-Aktivistin Ruth McGowan hat gerade die Leitung des Dublin Fringe Festivals übernommen.

Wofür steht MOTI?

Der Name des Programms MOTI kommt vom lateinischen Wort motus, das Bewegung bedeutet. MOTI unterstützt Theater- und Performancekunst auf dem Weg über Finnlands Grenzen hinaus. Andererseits verweist MOTI auf die Motivation, deren Bedeutung besonders deutlich wird, wenn Theaterschaffende sich entschließen zum Broterwerb ins Ausland zu gehen. Es braucht den brennenden Wunsch, also Motivation, um auf dem internationalen Markt der darstellenden Kunst mit seiner eigenen Kunst in Wettbewerb zu treten.

www.tinfo.fi/moti

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